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Duanna Mund

selbstermächtigte Schriftstellerin

 

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 Konzertmitschnitt von "ungereimt"

Lyrik von Duanna Mund, vertont von zeitgenössischen Komponisten

Eine Uraufführung im Rahmen der Konzertreihe Neue Musik "Die andere Saite"

 

zum Schnuppern

An dieser Stelle verschenke ich wechselnde Worspenden an die Menschheit.

Mach damit, was du willst, nur lasse sie bitte in meiner Urheberschaft.

Nächstenliebe

Ich liebe mich
sang der Regen ins Land
vor Freude mit grünen Wangen

Ich liebe mich
leckte das Meer den Sand
verspielt im Haschen und Fangen

Ich liebe mich
blätterte munter der Wind
im schweren Buch der Bücher

Ich liebe mich
sprang der Mutter das Kind
vom Schoß der bergenden Tücher

Ich liebe mich
brach das Herze den Bann
der wollte es klein und bieder

Ich liebe mich
mehr als dich
sprach der Mann

Vaterland
Treue
Pflicht wie Gebot

und legte die Waffen nieder

Fürchterlich

Alle fürchten den Engel
schlagen die Augen nieder
wollen bestenfalls seine Rückseite sehen

Dabei wartet er nur
atmet nicht
brennt bloß nach innen

Zeigt, wenn überhaupt, den Flügel
unfähig, die Augen zu schließen
und fürchtet alles

was von hinten anschleicht

Macht auf brav
reißt sich zusammen
und flüstert

FÜRCHTE
DICH
NICHT

ins eigene Ohr

Drinnen lauscht es
dass hinten wer frage
wie es ihm geht

de Leut´

Das erzählte Los bringt Erlösung,
das erdichtete verdichtet sich zur Wand.

Die erzählte Sünde wird vergeben,
die erdichtete bleibt für immer an dir hängen.

Bei Überforderung fordern sie Rache
und gibst du dich klein,

glauben sie dir.

Der Kaiserin neue Kleider

Mit jedem Wort,
das ich schreibe,
rutsche ich tiefer
zwischen die Menschen.

Lerne den Abgrund kennen,
der sie verbindet.

Jeder meiner Begriffe
greift nach dem Kleid,
das sie mir übergezogen,
damit ich Mensch sei.

Es rutscht von den Schultern,
über Brust, Nabel und Scham.

Ich bin die Kaiserin
mit den neuen Kleidern,
bloßgelegt auf das letzte Wort
nackt.

Nur ihr seht es nicht.
Wie schade für euch.

Natürliche Auslese


Man müsste
die Menschen
ins Gebirge aussiedeln.

Nicht dich oder mich,
niemanden Bestimmten,
bloß die Menschheit als Ganzes.

Je höher umso besser,
denn je machtvoller der Fels,
umso kleiner das Leben.

Mensch würde lernen,
Gipfeln gleich
sich selbst in den Schatten zu stellen.

Schweb- Horn- und Schmeißfliegen
zeigten ihm,
wie gut es sich

von

Blut
Schweiß
Tränen

leben lässt.

 

Von Graten angeleitet
im Wolkenmelken,
behielte er den letzten Tropfen für sich.

Das Lachen der Dohlen
machte ihn schwindeln,
ließe ihn zusammensacken,

die Knie in Almmatten,
tief genug,
um zu beten.

Egal
zu wem
oder was.

 

EGAL

Er täte es
den Teufelskrallen gleich,
die Tag und Nacht

und Nacht und Tag
am Unsagbaren
kratzen.

Dergestalt niedergestreckt,
überdauerte er
den Bergsommer.

Wenn der Herbst den Winter ahnte,
entschliefe der Mensch
im frühen Schnee,

erst leicht
dann metertief.
Zuletzt käme das Eis,

unter den Seinen
immer noch Vielen
auszulesen.

Fotostrecke zum Liederabend ungereimt
unter diesem Link

 

 Lyrik von Duanna Mund, vertont von zeitgenössischen Komponisten

Eine Uraufführung im Rahmen der Konzertreihe Neue Musik "Die andere Saite"

 

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