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Birgit Winkler = Duanna Mund

Schriftstellerin

 

 

!Vorsicht!

Du könntest mich lesen / Du könntest mich verlegen / Du könntest meine Bücher kaufen

!Vorsicht!

 

In einer Gesellschaft, die sich einer Minderheit beugt,

in der nicht alles getan wird, eine Verlängerung der Pandemie zu verhindern,

 

in einer Gesellschaft, die stillschweigend hinnimmt,

dass Verantwortung zeigenden Menschen Angst und devotes Verhalten unterstellt wird,

die das Leben vulnerabler Pesonen riskiert,

die weite Teile der Kultur aufgibt und glaubt,

wir werden dort weitermachen, wo wir aufgehört haben,

 

WERDE ICH NICHT MEHR ALS EHRENAMTLICHE KULTURVERMITTLERIN AUFTRETEN.

 

weil innen der Schmerz nicht abnimmt
wenn außen er wächst
weil der Kriegsherr schmerzt zu dem meinen dazu

 

Ich liebe es

 

wenn die Nacht hereinkommt
Tau an die Wand zu malen

wenn Silber zirbt
Denken verdirbt
ausgeweidet die Qualen

und Innendunkel
violettet zu Stirn

quatschgetanzt
matschgestanzt
Hinterhof Hirn

Wenn nachterektiert
selbstselektiert

ein Hahn sich vergurgelt
und dennoch funkelt
die Buhlschaft zur Lust

Ein Frosch traumverloren
liederlich munkelt

Nachtviolen
zu Mohren verkohlen
und die Botin

mir spricht
ein stotternd Gedicht

Darob der Morgen
in Jugend ergraut
ein Vogel gibt Laut

Ich liebe es
wenn der Tag hereinkommt
die Nacht an die Wand zu fahren

Sonnensprung

 

Heute steht die Welt Kopf.
Ich gehe im Oben,
nicht in Gedanken wie so oft.
Ich gehe wirklich
und bin nicht allein
mit meinen aufwärts gerichteten Beinen.

Menschen, die aussehen wie ich,
lassen ihre Seelen hängen
wie nasse Wäsche zum Trocknen.
Steingedanken baumeln nach unten,
weiten das Rückgrat zu Gebirgen
und Haare stehen ins Tal
wie Pelz, der nicht haften will.

Unter uns liegen die Götter

auf dem Rücken,
mit übereinandergeschlagenen Beinen,
die Arme im Nacken verschränkt.
Sie betten auf wolkigen Kissen.
Fast alle blicken hoch
zum grauen Bart des Sonnensprungs.
Sie wundern sich darüber,
wie weich das Leben auf Erden ist.
Gänzlich anders,
als die Menschen behaupten.

Grün wie ein Schild
spannt unser Land über ihren Daunenbetten.
Ein Trockenbogen, irdisch gebaut, steht
zu Geboten gemeißelt,
verlässlicher als das Gewölk,
das sie uns zu bieten haben.
Der Himmel der Menschen
ist etwas zum Anhalten.

Die Götter kommen sich gut vor,
spielen Schwerkraft
und Allmacht und Atlas
mit unseren sicheren Grenzen.
Sie schmunzeln über die Architektur
der geistig verwirklichten Männer,
über noch immer gebärende Frauen,
Töchter und Söhne,
von Eltern entlassen
in die vierte Dimension,
statisch, empirisch, verbürgt.

Nur eines der Kinder,
dem es einfällt
ein Rad zu schlagen,
beunruhigt sie.
Es springt im Hopserschritt nach unten,
steht Kopf in der Welt, die kopfsteht.
Mag sein,
dass es das Gegenteil in sich trägt.
Bei jedem seiner Purzelbäume
dreht sich die Sonne
einmal um ihre eigene Achse,
springt dabei selbst wie verrückt,
eiert in flüssigem Blei.

Die Götter unten
spüren ihr Wolkenbett wanken.
Es weicht vor der Glut
des Kindes unter den Kindern.
Werdet wie sie,
hat einer vom Olymp
einstmals verraten.
Auch das noch!

Es war der Aufwiegler,
der über das Meer ging,
einfach so, aus Jux und Tollerei.
Der Gesalbte, der erste unter ihnen?
Der am stärksten Angefochtene.
Wenigstens konzentriert sich der Ozean
wie damals auf die Oberflächenspannung seiner Tropfen
Wenigstens hält er,
noch.
Emailliert zum Schild

gegen die Sintflut.

Er weiß,
sie wollen nicht stürzen wie Sterne.
Dient ihnen als Faustpfand
für eine Götterdämmerung,
falls es den Menschen
jemals dämmern sollte.

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