Duanna Mund / Birgit Winkler:

 

geboren in Graz

Ausbildung an der Karl-Franzens-Universität (Geografie und Wirtschaftskunde) und Kunstuniversität Graz (Lehramt Musik)

 

In meinen Werken setze ich einen gesellschaftspolitischen Schwerpunkt und nehme zu Fragen der heutigen Zeit Stellung. In diesem Sinne kämpfe ich für einen nicht elitären und möglichst lebendigen Umgang mit Literatur. Im Schreiben versuche ich, die gelebten und nicht gelebten Aspekte meines Wesens auszudrücken.  

 

Das geschriebene Wort hebt die Sprache in eine Metaebene, die ihre Kraft von Rhythmus und Klang ableitet. Somit ist das Wort über den Inhalt hinaus stets ästhetischer Ausdruck, der nicht immer schön sein muss. Darin bin ich ganz Musikerin. Schreiben ist für mich Spiel und Freude am Experimentieren, ist Grenzenüberschreiten, aber auch Disziplin und Selbstbeherrschung. Immer geht es um die Dichtheit der Sprache, um das Eindampfen auf das Essenzielle.


Da mich die vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlichster stilistischer Formen reizen, beinhalten meine literarischen Werke Textgattungen wie Reiseberichte, Romane, Essays, Kurzprosa, Jugendliteratur sowie Lyrik. Gedichten gilt meine besondere Liebe, weil ich in ihnen mit meinem Selbst kommuniziere. Die uneigentliche Sprache der Lyrik zerschlägt die Schranken unseres rationalen Denkens. So bietet sie Raum für kreative Deutung und Identifikation. Sie erfreut sich an der Unergründlichkeit des Seins und am Schweigen hinter dem Wort.

Meine belletristischen Veröffentlichungen beinhalten neun Bücher sowie Beiträge in zahlreichen Anthologien, unter anderem in der Feder und der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte.

 

Ich bin Mitglied des Grazer Literaturclubs, des Vereins der Steirischen Autoren, des Turmbunds / Innsbruck und der IG Autoren.

 

Neben dem Schreiben eröffnet mir die Gestaltung von Reisepräsentationen ein weiteres kreatives Betätigungsfeld. Die Vortragsreihe Poesie des Reisens beinhaltet Muitmediashows, die eine eindrucksvolle und lebendige Symbiose aus Bild, Musik und Erzählkunst bilden. Einen Überblick über die mit meinem Mann erstellten Multimediashows sowie Veranstaltungstermine entnehmen Sie der Website: www.reisevision.at

 

 

Schreiben ist …

 

Solidarität mit jeglicher Lebensform,

zugemüllt, wissend oder unwissend

nach Ausdruck ringend,

 

der Versuch einer Wiederherstellung

unter Anleitung des einzigen Therapeuten,

der als zuständig erachtet werden kann,

dem eigenen Selbst.

 

Schreiben ist

Zwiesprache mit einem Gegenüber,

manifestiert in dem zutiefst subjektiven Bild einer Welt,

die lernt, das Ich im gänzlich Fremden zu zelebrieren.

 

Schreiben hat den Mund voll,

um vom Nichts zu sagen,

es tönt wie Schreien mit anderen Mitteln.

 

Schreiben ist

eine der vielen Haltestellen,

an denen die Krümmung der Zeit

sichtbar wird,

 

mein Schwert,

mein Widerstand

und

nicht zuletzt

 

Ausdruck meiner menschlichen Würde.